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E-Bike boomen!

16.08.2017

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Jeder Velofahrer kennt die Situation: Man sammelt seine Kräfte für den nächsten Aufstieg, tritt in die Pedale, die Atmung wird schneller. ¬Und dann schleicht sich plötzlich jemand von links an einem vorbei. Gar nicht so leicht zu erkennen, dass dieser Velofahrer nicht einfach nur deutlich besser trainiert ist, sondern ein Velo mit integriertem Motor fährt: Ein E-Bike.
Die Verkaufszahlen von E-Bikes, sowie auch die Zahl der verunfallten Elektrovelofahrer steigen kontinuierlich. Im Jahr 2016 gab es in der Schweiz 23% mehr schwerverletzte E-Bike Fahrer, als im Vorjahr. Es gilt die Lenker dieser Velos, sowie auch die restlichen Verkehrsteilnehmer im Umgang mit den E-Bikes weiter zu sensibilisieren.


Da sich die Silhouette eines herkömmlichen Velos von einem  E-Bike kaum unterscheidet und der Motor fast nicht hörbar ist, sind die zwei Fahrzeuge auf den ersten Blick nicht auseinanderzuhalten. Dies ist gefährlich, weil viele Autofahrer  die E-Bikes respektive ihre Geschwindigkeit falsch „einschätzen“. Dies kann zu riskanten Manöver und lebensgefährlichen Kollisionen führen.  
Auf der anderen Seite können unerfahrene E-Bike-Fahrer eine Gefahr für sich und andere darstellen. Der längere Bremsweg aufgrund der höheren Geschwindigkeit wird oft unterschätzt und kann zu unschönen Verkehrssituationen führen.

Man unterscheidet zwischen zwei E-Bikes-Kategorien:  Elektrofahrräder (E-Bikes) bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h gelten als “Leicht-Motorfahrräder”.  Elektrofahrräder mit einem Elektromotor bis 45 km/h gelten als “Motorfahrrad mit Elektromotor”. Für diese Kategorie  sind die Auflagen dementsprechend strenger, heisst: Ein Führerausweis der Kategorie M, sowie ein Fahrzeugausweis und ein Kontrollschild sind erforderlich. Ausserdem gilt die Velohelm-Pflicht.

Versicherung des E-Bikes

Je nach Leistung des E-Bikes ist auch die Versicherungssituation anders. Bei einem leichten E-Bike (bis 25 km/h) ist die Situation dieselbe, wie bei einem herkömmlichen Velo. Das Haftpflichtrisiko ist über die Privathaftpflichtversicherung gedeckt. Bei einem starken E-Bike (bis 45 km/h) muss jährlich eine obligatorische Haftpflichtversicherung mit dem Kauf der Vignette abgeschlossen werden (dies wird kantonal geregelt, bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem Strassenverkehrsamt).

Das E-Bike selbst kann in der Hausratversicherung miteingeschlossen werden. Grundsätzlich sind folgende Risiken gedeckt: Diebstahl zu Hause, Diebstahl ausser Haus (oft in Form einer Zusatzdeckung), Feuer, Wasser.

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Gefahren

Die Hauptursache der Unfälle mit E-Bikes ist die Geschwindigkeit. Hinsichtlich der Schwere der Verletzungen und der Behandlungsdauer sind die Verkehrsunfälle mit E-Bikes mit Motorradunfälle vergleichbar. Am häufigsten sind die Unfälle selbstverschuldet. Bei Kreuzungen und Kreiseln passieren sehr häufig Kollisionen mit Motorfahrzeugen. Die Motorfahrzeuglenker missachten den Vortritt der E-Bikes und diese können auf Grund des hohen Tempos und dem zusammenhängenden längeren Bremsweg nicht mehr rechtzeitig stoppen.
Um diese Kollisionen zu verringern, gilt es die Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer auf das Thema E-Bike zu richten. Motorfahrzeuglenker sollten grundsätzlich Velofahrer als Verkehrsteilnehmer respektieren und bei einem vermeintlichen Velo automatisch die Möglichkeit erhöhter Leistungsfähigkeit miteinzubeziehen.
Die E-Bike Lenker können auch selber für eine höhere Sicherheit im Strassenverkehr sorgen. Es gilt die Fahrweise dem Fahrzeug und dessen Leistung anzupassen. Eine sichere, den Regeln entsprechende und vorausschauende Fahrweise kann die Gefahr eines Unfalls verringern. Fühlt sich der E-Bike Lenker unsicher, besteht auch die Möglichkeit einen E-Bike Fahrkurs zu besuchen. Weiter wird empfohlen (oder zum Teil gesetzlich vorgeschrieben) einen Helm und reflektierende Materialen oder sogar eine Leuchtweste zu tragen, um die eigene Sichtbarkeit zu erhöhen.

Positiv ist, dass dank dem E-Bike neue Benutzergruppen wieder aufs Velo steigen und sich körperlich betätigen: Senioren, Pendler mit längeren Distanzen und/oder Höhendifferenzen zum Arbeitsort und Familien mit Veloanhängern.