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Wildwechsel: Kollisionsgefahr!

27.11.2017

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Besonders frühmorgens und beim Eindunkeln ist die Gefahr von Kollisionen mit Wildtieren besonders hoch. Wildtiere sind nachtaktiv und während der Nahrungs- und Partnersuche immer wieder gezwungen Strassen zu überqueren. Meistens sind die Reh- und Hirschmütter mit ihren Jungtieren unterwegs und auch ganze Wildschweinrotten sind nicht selten. Und da Autofahrer in der jetzigen Jahreszeit vermehrt während der Dämmerung unterwegs sind, kommt es häufiger zu Verkehrsunfällen mit Wildtieren. Dabei ist dies für den Autolenker meist ein grosser Schock, für die Tiere endet es jedoch fast immer tödlich.


Rund 20‘000 Unfälle werden in der Schweiz jährlich verzeichnet. Wenn man sich nach einem solchen Unfall nicht korrekt verhält, ist mit hohen Bussen zu rechnen. Deshalb wird im Folgenden erläutert, was es zu beachten gilt.

Kommt es zu einer Kollision zwischen Auto und Tier und der Lenker lässt dieses auf der Strasse liegen, begeht er nicht nur Fahrerflucht, sondern macht sich auch der Tierquälerei schuldig. Zudem ist ohne die Wildschadenbestätigung, die der Jagdaufseher beim Protokollieren des Unfalls ausstellt, der verursachte Schaden am Fahrzeug nicht von der Teilkaskoversicherung gedeckt und muss vom Fahrzeuglenker selber übernommen werden.

Entsteht der Schaden nicht durch die Kollision mit einem Tier, sondern auf Grund eines Ausweichmanövers um diese zu verhindern, übernimmt die Teilkaskoversicherung die Kosten nicht. In diesem Fall bräuchte der Autofahrer eine Vollkaskoversicherung.

Folgendes ist nach einer Kollision mit einem Wildtier zu tun:
 
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Nach der Kollision gilt es in erster Linie anzuhalten und den Warnblinker einzuschalten, um Folgeunfälle zu vermeiden.

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Die Unfallstelle sollte für andere Verkehrsteilnehmer mit dem Pannendreieck gekennzeichnet werden.

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Es sollte umgehend eine Meldung bei der Polizei eingehen, diese informiert dann direkt den zuständigen Wildhüter.

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Falls das Tier bereits tot ist, sollte es an den Strassenrand gezogen werden, um weitere Kollisionen zu verhindern.

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Lebt das verletzte Tier noch, sollte jeglicher Kontakt vermieden werden, da die Nähe von Menschen für das Wildtier noch mehr Stress und Leid verursacht. Flucht- und Verteidigungsversuche können zudem die Verletzungen verschlimmern.

Einige Verkehrsunfälle mit Wildtieren könnten aber mit verantwortungsbewusstem Fahren verhindert werden. Dem Lenker muss die Gefahr bewusst sein und besonders in den Morgen- und Abendstunden hat er das Tempo der Situation anzupassen. Ebenso hilfreich, wie auch notwendig ist das Fahren mit Licht sowie mit dem richtigen Fokus. In der Nähe von Wäldern und Hecken werden Autofahrer angehalten besonders den rechten Strassenrand im Visier zu haben und gleichzeitig eher am Mittelstreifen zu fahren. Sobald ein Tier gesichtet wird, sollte vom Scheinwerfer auf das Abblendlicht gewechselt und das Tempo gedrosselt werden.

Oft kann der Autolenker auch einfach nichts mehr machen, wenn ein Tier vor das Fahrzeug springt. Dann sollte das Tier aber auch nicht einen langen und qualvollen Tod im Strassengraben erleiden müssen, sondern mit Hilfe eines Wildhüters erlöst werden können.